Reisetagebuch
der SY Taras



West- und Südeuropa, eine Lern- und Entdeckungsreise von Juli 2003 bis Juli 2004

Ab Juli 2003 zieht es uns wieder in den warmen Süden. Wir, das sind Katrin (39), Falk ( fast 19), Julius (6) und Torsten (irgendwann 40). Nach einer langen Anspar- und Organisationszeit gehen wir nun also ab Juli in ein sogenanntes freies Jahr. Was wir vorhaben? Segeln, Flüsse und Kanäle befahren, Länder und Leute kennen lernen, Inseln entdecken und natürlich viel Zeit mit der Familie genießen.
Julius unser Jüngster wird an Bord der Taras die 1. Schulklasse besuchen. Immerhin gilt auf deutschen Segelbooten auch deutsches Recht und damit die Schulpflicht, da seine Mama Lehrerin ist sollte das kein Problem sein. Falk, unser Großer wird uns nur bis nach Marseille begleiten, denn am 1. September beginnt seine Ausbildung bei der Marine, so dass er pünktlich in Deutschland zurück sein muss.

Nun zu unseren Planungen:
Am 20. Juni gibt es im Hafen erst mal eine große Abschiedsparty (ca. 60 Leute wollen kommen). Dann geht's am 22.6. durch die Kanäle (hoffentlich bleiben wir nicht stecken) nach Berlin. In Grünau haben wir dann 2 Wochen Zeit zum Bunkern und Ausrüsten, bevor es dann um den 7. Juli richtig los gehen soll.

Mit gelegtem Mast wollen wir über Flüsse und Kanäle ins Mittelmeer fahren. Ab Port Saint Luis (bei Marseille) geht es dann unter Segeln Richtung Korsika und Sardinien. Locker vorgemerkt sind dann auch noch Sizilien, Malta und Tunesien das hängt natürlich alles vom Wetter ab, d.h. wie schnell der Herbst im westlichen Mittelmeer Einzug hält.
Über die Balearen und Gibraltar soll es dann nach Madeira und den Kanarischen Inseln gehen. Sollten wir es bis hier her schaffen, werden wir uns eine 2 bis 3 monatige Winterpause auf den Inseln gönnen.
Im März 2004 müssen wir dann allerdings schon wieder an den Rückweg denken. Über Portugal soll es dann auf dem Atlantik Richtung Frankreich, England und durch den Ärmelkanal in die Nordsee und dann nach Hause gehen.

Ob das alles so klappt wie wir es uns vorstellen wissen wir nicht, aber auch deshalb machen wir´s ja. Danach werden wir wissen, ob uns so ein Leben gefallen könnte oder ob wir dann das Boot verkaufen und auf einen Bauerhof ziehen! Ihr werdet es erfahren.

Wir werden Euch sicher oft aber nicht regelmäßig berichten können, denn wir sind von Internetcafe´s abhängig.

Fam. Gräser

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